Hemingway und Uncle Willie
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Hemingway' Cats

Hemingway‘ Cats

Ernest Hemingway mag die Menschen und noch mehr mag er die Tiere. Auf seiner Farm in San Francisco de Paula auf Kuba umgibt er sich mit Hunden und Katzen.

Auch wenn es zeitlebens seine Leidenschaft bleibt, Tiere zu Land und im Wasser zu jagen und auch zu erlegen. All das mag sich ein wenig schizophren anhören, ein guter Seelendoktor wird ein solches Paradoxon jedoch aufzuklären wissen.

Wenn Ernest Hemingway auf seiner Finca ein verletztes Tier findet, dann pflegt er es gesund. Auf Finca Vigía hält sich Ernest Hemingway ganze Herden von Haustieren. Die Katzen, elf an der Zahl, liebt er über alles.

Katzen lügen nicht. A cat has absolute emotional honesty: human beings, for one reason or another, may hide their feelings, but a cat does not. Katzen zeigen ihre Gefühle, ohne etwas verbergen zu wollen.

Als Uncle Willie, seine Lieblingskatze, auf der Straße von einem Auto angefahren wird und sich beide rechten Beine bricht, da muss er sie einschläfern. Hemingway selbst tötet das Tier mit einem Kopfschuss.

Daraufhin verfällt er in tiefe Depression. Ich habe Menschen erschießen müssen, flunkert er, er, der selbst im Krieg nie eine Waffe trug und wohl auch keiner Menschenseele je ein Haar gekrümmt hat, doch nie jemanden, den ich gekannt und elf Jahre lang geliebt habe, klagt er in einem Brief an seinen Freund Gianfranco Ivancich. Nicht jemanden, der schnurrte, mit zwei gebrochenen Beinen.

Just am Todestag von Uncle Willie sucht ihn eine Gruppe amerikanischer Verehrer auf. Ich hatte das Gewehr noch in der Hand und erklärte ihnen, dass sie zu einer schlechten Zeit gekommen seien und das bitte verstehen und verschwinden sollten, schreibt Hemingway in dem Brief vom Februar 1953.

Die Besucher seien gerade recht gekommen, um den großen Hemingway weinen zu sehen, weil er eine Katze töten musste.