Hemingways Welt

An den Fersen von Ernest Hemingway

Kategorie: Trivia

Hemingways Frühstück

Sylt, im Spätsommer 2014 Photo by W. Stock

Sylt, im Spätsommer 2014
Photo by W. Stock

Westerland auf Sylt, im August 2014

Im Café Extrablatt in Westerland auf Sylt, das Café mit dem gewissen Extra, so der etwas mutige Slogan. Alles nur einen Steinwurf vom Strand und der wilden Nordsee entfernt.

Ich nippe des nachmittags an einem mittelprächtigen Espresso. Dann doch noch ein Blick in die lange Karte. Verschiedene Frühstücksvarianten werden dort angeboten. American, Italiana, Vital – so weit, so gut. Alles wie nebenan soweit.

Doch dann fällt mein Auge auf eine besondere Speise: Frühstück Hemingway. Für 8,95 Euro. Was um Himmels Willen ist das bloß?

Die Auflösung steht direkt darunter. Man bekommt bei Hemingways Frühstück für sein Geld: Kaffee, Brötchen, Croissant, Marmelade, Käse, Frischkäse, gekochter Schinken, Serrano-Schinken, Salami, Melone. Auf Wunsch auch nur mit Käse.

Also von allem etwas. Frankreich, Spanien, Tropen. Weltweites Allerlei. Also

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Tomats?

els Tomats

Tomats? Saftige Tomaten auf dem Gemüsemarkt? Mag sein, jedenfalls in Schweden und Dänemark.

Und was sonst? Ein Code für Kenner. Freunde des bärtigen Autors und andere Hemingwayaner wissen, was gemeint ist. The Old Man and the Sea.

Sein Meisterwerk. Tomats.

Die Brille von Ernest Hemingway

Die Brille von Hemingway

Die Brille von Hemingway; Photo by W. Stock

Vor ein paar Tagen auf ebay ein Brillenetui von Ernest Hemingway ersteigert. Für 8,99 Dollar. Also, nicht eine Brillenbox von ihm, sondern ein Brillenetui mit seinem Namen oben drauf.

Normalerweise kommt ein solches spectacle case mit einer Brille, die ebenfalls Hemingways Namen trägt. Man sieht den elegant geschwungenen Schriftzug Ernest Hemingway auf einer Messinggravur befestigt über der braunen Box.

Ein Brillenetui mit Ernest Hemingway. Eine seltsame Blüte der Heldenverehrung oder trivialer Firlefanz? Zunächst: Wäre ähnliches vorstellbar bei anderen Schriftstellern? Eine Brille, die an Heinrich Böll erinnert? Ein Etui von oder mit Alice Munro, sie hat letztes Jahr den Nobelpreis für Literatur erhalten?

Oder eine Brille von Halldór Laxness, das ist jener isländische Schriftsteller, der ein Jahr nach Hemingway – im schönen 1955 – den Literatur-Nobelpreis bekommen hat? Weder Brille, noch Buch. Der Mann ist vergessen. Aber Hemingway?

Bei anderen ist dieses ganze Getrommel irgendwie schwer vorstellbar, mehr oder weniger komisch. Doch bei diesem Ernest Hemingway scheint alles möglich. Schuhe, Möbel, Uhren, Brillen. Und wohlgemerkt, wir reden von einem Mann, der seit über 50 Jahre unter der Erde liegt.

Warum nur? Das ist die

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5 Pesos – vorne Kuba, hinten Hemingway

Hemingway's Coin Cuba

Münze Vorderseite: 5 Pesos und Kuba

Bunte Briefmarken mit einem Ernest Hemingway, man kennt dies, im Dutzend, auf dem ganzen Globus, von Spanien bis Afrika. Aber Geld? Ernest Hemingway als gültiges Zahlungsmittel? Und doch, auch dies lässt sich auftreiben. Auf der sozialistischen Insel, die zwanzig Jahre seine Wahlheimat gewesen ist. 5 Pesos, Havanna, Republica de Cuba.

Coin Ernest Hemingway Cuba

Münze Rückseite: Ernest Hemingway

In der Tat wird Ernest Hemingway auf Kuba so sehr verehrt, dass es für einen eingefleischten Kommunisten dort fast schon peinlich wird. Das Revolutions-Regime hat diesem reichen Gringo 1982 gar eine Serie von drei Münzen gewidmet. Neben einem Portrait des amerikanischen Autors und einer Münze, auf der sein Motorboot Pilar zu sehen ist, zeigt die schönste 5-Peso-Münze ein Motiv aus dem Roman Der alte Mann und das Meer.

Auf der Vorderseite prangt neben dem Schriftzug República de Cuba das Nationalwappen. Und der Nennwert der Münze in Höhe von 5 Pesos. Das gleiche gibt es dann nochmals als 1-Peso-Münze aus Kupfer und Nickel. Die Auflage der Münzen aus Silber betrug damals 5.000 Exemplare.

Immer wieder Der alte Mann und das Meer. Hemingways schmales opus magnum. EL VIEJO Y EL MAR – PREMIO NOBEL 1952 – 1982 steht auf

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Hemingway verkauft Olivenöl

Hemingway Olivenoel

gefunden im Feinkostladen;
München, im Juni 2013

Im Feinkostladen auf der Suche nach einem guten Olivenöl. Ich habe dann auch eines gefunden. Hacienda Ibers Único aus dem spanischen Aragón. Überaus fruchtig, sehr aromatisch, exzellent. Der erste Platz beim Contest der Zeitschrift Der Feinschmecker im Jahr 2010.

Und dann kam mir noch etwas vor die Augen. Ein Ernest Hemingway, der griechisches Olivenöl verkauft. Kalamata.

Nun ja, Griechenland, das Land im Süden Europas hat er nie besucht. Spanien oder Italien hätte besser gepasst.

Das ist doch eine Idee! Hemingway und spanisches Olivenöl. Ein solches Testimonial würde passen. In jeder Beziehung.

Aber der griechische Hemingway? Natürlich ist der Kalamata-Hemingway nicht der richtige Hemingway. Der Grieche ist ein paar Gramm schlanker.

Die Ähnlichkeit ist

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Hemingways Notizbuch

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Moleskine heute, eine Kultmarke.  Photo by W. Stock

Dieses Notizbuch ist Kult. Retro. Gerade in den Zeiten der Digitalisierung, des iPads, der papierlosen Flüchtigkeit erlebt dieses Notizheft eine heftige Renaissance. Es ist ein wohlfeiles Statussymbol von Reflektiertheit und Nachhaltigkeit.

Und dieses Notizbuch has a story to tell. Es ist das Büchlein der Intellektuellen, der Schriftsteller und der Künstler. Ein Paris in der Westentasche.

In solch ein kleines schwarzes Lederbüchlein haben Bruce Chatwin, Pablo Picasso und auch Ernest Hemingway geschrieben. Mehr geht nicht. Das ist die Erhebung in den Adelsstand für ein stinknormales Notizbüchlein.

Was steckt hinter dem Erfolg des Moleskine? Die Ausstattung zeigt sich trotz kleinem Preis liebevoll: liniertes Papier, Lesebändchen, kräftiger Kartonumschlag, eine Falttasche am Ende, Fadenheftung und ein Gummiband zum Schließen. Das Format, robust und praktisch, besonders auf Reisen.

Der Moleskine ist eine Erfolgsgeschichte. In seinem Buch

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Hemingways Uhr

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Seine Uhr, immer gut sichtbar. Cabo Blanco, im Mai 1956;
Photo by Modeste von Unruh, Collection WJS.

Auf zahlreichen Fotos sieht man Ernest Hemingway mit Armbanduhr. Meist ist die Uhr deutlich auszumachen und des öfteren scheint es, als wolle Hemingway sie auch demonstrativ zeigen. In manchen Fotos sieht seine Armhaltung gar ein wenig gezwungen aus, so als wolle er die Uhr partout in die Linse halten.

Solch ein Gedanke beschleicht mich zum Beispiel bei Betrachtung eines Fotos der Photographin Modeste von Unruh aus dem Mai 1956. Ernest Hemingway auf hoher See im peruanischen Cabo Blanco, wo er auf der Jagd nach dem schwarzen Marlin weilt.

Das Foto zeigt eine Uhr mit einem weißen Ziffernblatt, in goldener oder silbernen Einrahmung und mit einem schwarzen Lederarmband. Hemingway, auch das zeigen die Fotos, trägt seine Armbanduhr am linken Handgelenk.

Doch, um welche Uhr handelt es sich?

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