An den Fersen von Ernest Hemingway

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Weitere Pressestimmen zu ‘Cabo Blanco – Mit Ernest Hemingway in Peru’

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Wolfgang Stock: Cabo Blanco – Mit Ernest Hemingway in Peru. BoD über amazon.de

“In den zahlreichen einzelnen Kapiteln seines Buches setzt Wolfgang Stock ein Mosaiksteinchen an das andere. Er beschreibt und analysiert, er deutet und interpretiert, und kommt am Ende seiner ausführlichen Betrachtung zu einem überraschenden Schluß, der ein völlig neues Bild auf die üblicherweise schillernde Persönlichkeit von Ernest Hemingway wirft.

Spannend ist diese beinahe investigative Erkundungsreise in die Reise von Ernest Hemingway nach Peru allemal. Sie ist zudem unterhaltsam verfasst, und gibt mit etlichem Fotomaterial ungewöhnliche Einblicke in die vielleicht entscheidendste und bedeutsamste Periode im Leben und literarischen Wirken von Ernest Hemingway. Und das obwohl gerade diese Reise nach Peru in allen Biografien so gut wie keine Rolle spielt.” Latízon TV

“In seinem Buch Cabo Blanco – Mit Ernest Hemingway in Peru schildert Wolfgang Stock den Aufenthalt des Nobelpreisträgers und seiner Frau Mary in dem peruanischen Fischerdorf Cabo Blanco. Weshalb Hemingway gerade hier einen Marlin fangen wollte, das hat der Journalist Stock herausgefunden, als er sich auf die Spuren des Nobelpreisträgers begeben hat. Neben Dokumenten hat er sogar noch Zeitzeugen gefunden, die sich noch an “Ernesto” erinnerten. Das Buch konstruiert das Leben eines gealterten Abenteurers mit all seinen Träumen und Hoffnungen.”
Blinker – Europas große Angelzeitschrift, Mai 2021

“Stock hat nicht irgendeinen Text veröffentlicht, sondern ein sehr tiefgründiges Buch, eine sehr lebendige Beschreibung dieser etwas mehr als 30 Tage des Ernest Hemingway in Peru.”
Oscar Sosa, in www.hemingwayoskar.com.ar

Interview mit Holger Ehrsam über Ernest Hemingway in Peru

Ein Hemingway-Zwilling auf Facebook

Die launige Huldigung des Wayne Collins an Ernest Hemingway ist auf Facebook zu bestaunen.

Die Vergötterung des Ernest Hemingway nimmt nicht selten ausgelassene Züge an. Wer beispielsweise auf Facebook einen wachen Blick auf die Hemingway-Verehrung lenkt, der kommt aus dem Staunen und dem Amüsement nicht mehr heraus. Da findet sich zum Beispiel Wayne Collins, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, alte Fotomotive des Nobelpreisträgers möglichst realistisch nachzustellen.

Ernest Hemingway in Afrika, der Schriftsteller in Spanien oder auf dem Meer vor Kuba, sein Zwilling aus heutiger Zeit folgt ihm, stellt ihm nach und stellt ihn nach. Ein wenig hilft, dass dieser Wayne Collins dem Schriftsteller-Genie aus Chicago in Statur und Antlitz nicht ganz unähnlich wirkt.

“Als wir vor ein paar Jahren auf Trip in der Karibik waren, und mit den Jahren, hatte ich einen grauen Bart, der länger und länger wurde”, erzählt Wayne Collins über seine Anfänge als Hemingway. “Am Strand meinte meine Tochter dann, ich sähe Ernest immer ähnlicher.” 

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Ernest Hemingway boxt in Afrika, Wayne Collins in seinem Garten.

Wayne, ein Mann aus North Carolina, ist Hemingway-Fan seit er denken kann. In Key West, Hemingways hometown in den 1930er Jahren, mischt er jedes Mal mit beim look-a-like contest, der seit 1981 jedes Jahr im Juli um die Kneipe Sloppy Joe’s herum veranstaltet wird.

“Wir haben da einen Wettbewerb, an dem ich und andere look-a-likes teilnehmen. Wir tummeln uns fröhlich auf der Bühne, kleiden uns wie er, reden über ihn, trinken wie er und veranstalten ein Bullenrennen durch Key West, mit falschen Stieren natürlich.” Sein Traum ist, diesen Wettbewerb zu gewinnen.

Noch ist Wayne bei der Gaudi im Sloppy Joe’s ein wannabe. Erst wenn man den Wettbewerb gewinnt, gilt man als Papa, wie der Kosename des Schriftstellers lautet. “Wir freuen uns jedes Jahr auf die Reise nach Key West. Mit dem Auto die Florida Keys hinabzufahren ist etwas, das man in seinem Leben einmal getan haben muss.” Ein bucket list item, das jeder auf seiner Lebensliste haben sollte.

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In ‘La Cónsula’, im andalusischen Churriana, steht der Nobelpreisträger am Schreibpult. Und Wayne kopiert Jahrzehnte später Habitus und Kleidungsstil.

Man schaut auf die Replik-Fotos des Wayne Collins mit Heiterkeit und Vergnügen. Das Augenzwinkern, das bei diesem skurrilen  Steckenpferd regiert, ist nicht zu übersehen. Und auch der Nicht-Aficionado beginnt zu ahnen, welch ein Gigant dieser Autor sein muss, wenn ihn 60 Jahre nach seinem Ableben Dutzende gestandener Mannskerle voller Enthusiasmus nachstellen.

Zudem begreift man, dass die Verehrung dieses Nobelpreisträgers weit über das Literarische der Romane und Erzählungen hinausgeht. Die Verneigung erfolgt nicht nur vor dem Autor, sondern zudem vor dem Menschen und seiner ausgeprägten Lebenszugewandtheit. “It is a really great time!”, Wayne Collins lächelt.

Pressestimmen zu ‘Cabo Blanco – Mit Ernest Hemingway in Peru’

“Nun legt Wolfgang Stock nach drei mehrwöchigen Recherchen in den USA und Peru eine Fleißarbeit vor. Auf 360 Seiten hat er eine wenig bekannte Episode aus dem Leben von Ernest Hemingway akribisch nachgezeichnet. Das packend geschriebene Psychogramm „Cabo Blanco – Mit Ernest Hemingway in Peru“ rekonstruiert den Aufenthalt eines sympathischen Abenteurers mit Träumen und Hoffnungen.”
BuchMarkt, 05.09.2020

“Das Buch Cabo Blanco – Mit Ernest Hemingway in Peru (..) zeichnet aber auch das Bild eines gealterten Mannes, der mehr und mehr zerrieben wird von seinen Ängsten und Widersprüchen.”
Peru Vision, 02.09.2020

“Wolfgang Stock folgt der Fährte von Hemingways Expedition nach Cabo Blanco und spürt zahlreiche Textdokumente und Fotografien auf. Er befragt Fischer, hoch in den Achtzigern, die sich an Ernest Hemingway erinnern, als sei alles gestern gewesen. Wolfgang Stock hat Archive entstaubt, nach Informationen in Zeitungen und Zeitschriften gesucht und sich voll in den Sandstrand dieses peruanischen Fischerdorfes hineingebohrt. Ich wünsche, dass diese Anstrengungen sich in den Verkaufszahlen niederschlagen.”
José María Gatti, La Pipa de Hemingway, Buenos Aires

“Vor mehr als sechs Dekaden kam der damals berühmteste Schriftsteller dieses Planeten nach Peru, in das Fischerdorf Cabo Blanco, um hier einige Wochen mit Fischen und den Abenteuern auf dem Meer zu verbringen. Wolfgang Stock hat gerade ein Buch veröffentlicht, das diese legendäre Reise des Ernest Hemingway nachzeichnet.”
Raúl Cachay, Revista COSAS, Lima, Oktober 2020

“Stock belässt es keineswegs auf der Schilderung der paar Wochen in Cabo Blanco, sondern entwickelt daraus eine nahezu komplette Biografie. Das bewegte Leben Hemingways als Kriegsberichterstatter, Großwildjäger, Frauenheld und Alkoholiker lässt der Autor unter philosophischen, psychologischen, geografischen und zeitgeschichtlichen Aspekten Revue  passieren. Und er glänzt mit tiefem Wissen und prägnanten Interpretationen der wichtigsten literarischen Werke Hemingways. Dadurch entsteht ein sehr differenziertes, menschliches Bild des Schriftstellers und seiner Romane. Das macht Cabo Blanco authentisch und fast zeitlos. (…) Ein Buch über Hemingway der etwas anderen Art. Es ist so locker und dennoch tiefschürfend geschrieben und aufgebaut, dass nicht nur Fans des großen amerikanischen Schriftstellers zu ihrem Recht kommen, sondern auch Leser, bei denen die Lektüre der Hemingway-Werke schon lange zurückliegt.” 
Hans G. Linder, www.finanzjournalisten.de, 16.12.2020

Cabo Blanco – Ernest Hemingway in Peru

Es geht gut an…

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Neu: Cabo Blanco – Mit Ernest Hemingway in Peru

Am 15. April 1956 brechen Ernest Hemingway und seine Ehefrau Mary von ihrem Wohnsitz nahe Havanna auf zu einer mehrwöchigen Reise nach Cabo Blanco. In dem abgelegenen peruanischen Fischerdorf sollen die Außenaufnahmen zur Hollywood-Verfilmung von Der alte Mann und das Meer stattfinden.

Fast jeden Tag, von früh bis spät, wird der bärtige US-Amerikaner mit einigen guten Freunden hinaus auf den Pazifik fahren. Warum ist Ernest Hemingway so versessen darauf, in Peru einen schwarzen Marlin zu fangen? Dieses größte Lebewesen, das der Mensch mit eigener Kraft zur Strecke bringen kann.

Auch wenn Ernest Hemingways Leben bis in kleinste Winkel ausgeleuchtet ist, so weiß man über seine 36 Tage in Peru recht wenig. Gut 60 Jahre nach dem Besuch des Nobelpreisträgers ist der deutsche Journalist Wolfgang Stock der Expedition nachgereist. Neben zahlreichen Dokumenten, Fotos und Spuren findet er Zeitzeugen, die sich so lebhaft an Ernesto erinnern, als sei er gestern um die Ecke gebogen.

Zusätzlich hat Wolfgang Stock Archive entstaubt, Kontakte aufgebaut, nach Zeitungsartikeln, Fotos und sonstigen Informationen gesucht. Er hat Schauplätze in Peru, auf Kuba, in den USA und in Europa sorgfältig in Augenschein genommen. Ernest Hemingways fünf Wochen in Cabo Blanco und die Seitenblicke sollen anschaulich und detailgenau in diese literarische Entdeckungsreise einfließen.

Das Buch Cabo Blanco – Mit Ernest Hemingway in Peru rekonstruiert den Aufenthalt eines sympathischen Abenteurers mit Träumen und Hoffnungen. Es zeichnet aber auch das Bild eines gealterten Mannes, der mehr und mehr zerrieben wird von seinen Ängsten und Widersprüchen.

Buch-Neuerscheinung

Wolfgang Stock
Cabo Blanco
Mit Ernest Hemingway in Peru

364 Seiten, BoD
12,99 € (Paperback), 6,99 € (E-Book)
ISBN: 9783751972567

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Ernest Hemingway und die klassische Musik

Auf der tropischen Finca Vigía besitzen die Hemingways einen Bell Phonographen, den modernsten Plattenspieler seiner Zeit. Die Musik ist dem Ehepaar wichtig, zur Muße und zur Inspiration auf ihrer entlegenen Farm nahe von Havanna.

Der Phonograph steht im weiten Wohnzimmer, zusammen mit zwei großen Lautsprecherboxen. Zwei weitere Boxen sind in der benachbarten kleineren Bibliothek untergebracht, die mit einem offenen Torbogen vom living room getrennt ist.

Es fällt auf, dass neben vielen Jazz-Platten in der Collection auf der Finca Vigía noch zahlreicher die klassische Musikrichtung vertreten ist. Dazu auch Folklore-Aufnahmen aus Russland, Ungarn, den USA und Spanien.

Nachstehend ein Ausschnitt aus dem Katalog der Hemingway’schen Schallplattensammlung, die in deckenhohen Schränken auf ihrem kubanischen Anwesen in San Francisco de Paula untergebracht ist:

Russian Folk Songs
Rossini, William Tell
Puccini, La Bohème
Tschaikowsky, Symphony No. 4
Tschaikowsky, Symphony No. 6
Rachmaninoff, Concerto No. 2
Rachmaninoff, Song for Piano
Russian Liturgical Music
Prokofieff, Peter and the Wolf
Debussy, Piano Music
Strawinski, Petrouchka
Bach, Sonata in E Major for Violin and Piano
Bach, Double Concerto
J.S. Bach, Two Part and Three Part Inventions
Bach, The Well-Tempered Clavier Book I 
Bach, The Well-Tempered Clavier Book II
Bach, Prelude and Fugue in E Flat Major
Mozart, Eine kleine Nachtmusik
Mozart, Sonatas Nos. 10 and 15 in B Flat Major
Mozart, Piano
Mozart, Concerto in E Flat Major
Ravel, Bolero
Borodin
Richard Wagner
Brahms, Variations on a Theme by Haydn
Brahms, Double Concerto in A Minor
Manuel De Falla, Nights in the Gardens of Spain
Debussy, Preludes
Strawinsky, Petrouchka Ballet
Schubert, Symphony No. 8 in B Major
Rimsky-Korsakov, Scheherazade
Piano Music of Chopin
Verdi, La Forza del Destino
Beethoven, Symphony No. 9 in D Minor
Vivaldi, The Seasons
Vivaldi, Concerto in C
Ludwig van Beethoven, Sonata in A Major
Beethoven, Trio in D Major
Beethoven, Symphony No. 5
Beethoven, Sonata in A Major
Händel, Trio Sonata No. 2

Oft finden sich Wolfgang Amadeus Mozart und Johann Sebastian Bach in den Tropen, es sind die Favoriten des Schriftstellers. Dazu Ludwig van Beethoven und Johannes Brahms. Es ist vor allem der klassische Musikkanon, der ihn anspricht. Es sind, wenn man so will, die Hits der Klassikabteilung.

Ernest Hemingways Musikgeschmack konzentriert sich auf die populäre Klassik, dazu kommen amerikanische Folklore und die Volksmusik anderer Länder. Die Familie in Oak Park bei Chicago hat Kammermusik gespielt, die Mutter ist Opernsängerin gewesen. Im Elternhaus hat man viel musiziert, gerade die Klassiker, dem kleinen Ernest wird als Instrument das Cello zugewiesen. Er besitzt seit Kindesbeinen an ein gutes Ohr und die Kennerschaft für diese Musik.

Nun weiß man, dass der Schriftsteller gerne über klassische Musik gesprochen hat, dass er von ihr auch eine Menge fürs Schreiben gelernt hat. Nicht nur andere Literaten sind seine Vorbilder, sondern ebenso die modernen Maler und die guten Komponisten. Aus einem klugen Arrangement lernt er, wie man auch in der Literatur die Harmonielehre verwenden kann und an welchen Stellen man in einem Text Stimme und Gegenstimme, den Kontrapunkt, setzen kann.

Ganz vernarrt ist der bärtige Autor in die Toccata und Fuge in d-Moll von Johann Sebastian Bach an, am liebsten auf einer guten sakralen Orgel gespielt. Hier erhält dieser Schriftsteller eine Ahnung davon, wie man schreiben muss. Und wie hoch die Messlatte für einen Künstler wie ihn liegt.

Ernest Hemingway im Focus

Erstaunliches gilt es zu vermelden. Das auflagenstarke Nachrichtenmagazin Focus hebt Ernest Hemingway in dieser Woche auf sein Cover, fast 59 Jahre nach dem Tod des amerikanischen Schriftstellers. Das Hemingway-Wunder überschreibt Chefredakteur Robert Schneider sein Editorial auf Seite 5 über den Nobelpreisträger von 1954. Ernest Hemingway war ein Abenteurer und Aufschneider, ein Geschichtenerzähler und Maulheld – und er war einer der größten Autoren des 20. Jahrhunderts.

Ein Autor, so groß jedenfalls, dass man den Fund einer bislang unbekannten Short Story auf dem Titel eines bekannten Wochenmagazins feiern muss. Anlass ist die Entdeckung einer Kurzgeschichte, die im Nachlass in der Ernest Hemingway Collection der John F. Kennedy Presidential Library and Museum in Boston gefunden worden ist. Ausgegraben hat die Geschichte Seán Hemingway, der Enkel des Schriftstellers, Sohn des jüngsten Sohnes Gregory.

Bei der Recherche für eine Neuauflage von Der alte Mann und das Meer entdeckt der Journalist, Jahrgang 1967, das Typoskript ohne Überschrift, aber mit handschriftlichen Anmerkungen. Ernest Hemingway, trotz seines Images als Trunkenbold und Weiberheld, war ein ungeheuer produktiver Autor, mehr als 3.000 unveröffentlichte Manuskriptseiten hat er bei seinem Tod 1961 hinterlassen. Es verwundert nicht groß, wenn man ab und an Veröffentlichungswürdiges entdeckt. 

Die Geschichte Pursuit As Happiness, die zuerst im US-Magazin New Yorker im Juni 2020 abgedruckt wurde, spielt auf Kuba. Der Titel wird nachträglich von Hemingways zweitjüngstem Sohn Patrick, dem letzten Überlebenden der drei Söhne, vergeben. In der Erzählung schreibt Ernest über seine Angeltouren mit dem Freund Joe Russell, dem Besitzer von Sloppy Joe’s in Key West. Auf der Anita fahren sie von Havanna heraus in den Golf von Mexiko auf der Jagd nach dem stolzen Marlin.

Die Erzählung spielt in den letzten Tagen des Machado-Regime auf Kuba, also um 1933 herum. Dieser Gerardo Machado y Morales, 1925 zum Präsidenten gewählt, entpuppt sich als tyrannischer Politiker, der die Interessen der latifundistischen Oberschicht im Auge hat und unter dessen Ägide Havanna zum Sündenpfuhl der USA absteigt. An dem Tag, an dem wir mit fünf Flaggen reinkamen, musste die Polizei die Menge auseinander knüppeln. Es war hässlich und brutal. Aber es war ohnehin ein hässliches und brutales Jahr an Land.

Ernest hat in dieser Erzählung einen klaren Blick für die sozialen Konflikte auf Kuba, das war nicht immer so. Die Bevölkerung darbt – trotz aller Sonne und Folklore, das Leben auf der Tropeninsel ist beschwerlich. Doch auf dem Meer, seinem The Great Blue River, findet Ernest eine andere Welt vor, hier herrschen Harmonie und Frieden, der Einklang mit der Natur sorgt für die Ruhe seiner verletzten Seele.

Ernest Hemingway lebte in den frühen 1930er Jahren in

Der König in seinem Garten

Ernest Hemingways einsame Helden drücken das Lebensgefühl vieler Menschen im seelischen Daseinskampf aus, wo auch immer auf diesem weiten Globus.

In der gehetzten Großstadt oder bei der Konversation im intellektuellen Zirkel fühlt sich dieser Naturbursche nicht wohl. Nahe dem Meer hingegen findet er den Balsam für seine Seele, mitten unter bescheidenen Fischern, zünftigen Schankwirten und bodenständigen Handwerkern. Am Golf von Mexiko, vor Key West, auf den Bahamas. Hauptsache irgendwo nahe dem Ozean, dort wirkt dieser kernige Mann ausgeglichen und bei sich.

Das Meer hat es ihm seit jeher angetan, am Meer sucht Ernest Hemingway nach den Antworten auf seine Fragen an die Existenz. Er grübelt nach über die großen Themen seiner Welt: Über die Lust am Leben, über die wahre Liebe und hier macht er sich seine Gedanken über das Sterben. All dies sind die Fragen, die jedes Individuum umtreiben. Auch dieser Umstand mag erklären, warum dieser Nobelpreisträger solch tiefe Spuren hinterlassen hat, während man sich an die Namen anderer Nobelkollegen jener Jahre kaum mehr erinnern kann.

Dieser Schriftsteller ist nicht unbedingt ein Schreiber für die gebildete Hautevolee. Ernest Hemingway mag die einfachen Menschen, das ist unüblich in diesem distinguierten Gewerbe, und die einfachen Menschen mögen ihn. Wie ist die wechselseitige Nähe dieses Literaten zum gemeinen Volk zu erklären? Wohl zu allererst weil Ernest Hemingway seine Helden nahe der Wirklichkeit laufen lässt. Seine Plots wirken nicht konstruiert, dieser Autor greift voll hinein ins Leben, er holt den Leser ab in seiner Welt.

Die Gefühle von Hemingways Helden sind dem Leser nicht fremd, denn es ist das tatsächliche, das wirkliche Leben, über das hier geschrieben wird. Die Suche nach Liebe und Anerkennung, das Aufplustern vor der Bedrohung, der Kampf gegen mächtige Gegner, die Selbsttäuschung vom Sieg und dann doch wieder die Pleite. Es ist diesem Ernest Hemingway wie keinem anderen gelungen, den Zwiespalt der menschlichen Existenz zu erkennen und verständlich zwischen zwei Buchdeckel zu bringen.

Er schreibt über die hehren Ideale der Jugend und die kleinen und großen Wünsche an das Leben, vor allem über die Gier nach Liebe und das Verlangen nach Würde. Dieser Schriftsteller ist fasziniert vom Menschen und die Menschen von ihm. Das macht den Unterschied zu anderen aus, auch mit seiner Lebensgeschichte hat uns dieser Erzähler gepackt. Deshalb hat man ihn verstanden, nicht nur der Literaturprofessor, sondern auch Menschen wie du und ich. 

Ein Leser, der sich auf Ernest Hemingway einlässt, der spürt nach einer Weile, dass sich hinter der rauen Fassade des Boxers und Trunkenboldes, des Schwerenöters und Hasardeurs ein feinfühliger Schreiber allererster Güte verbirgt. Diese Mischung aus rabaukenhafter Oberfläche und humaner Tiefe spricht

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