Das Portal zu Leben und Werk von Ernest Hemingway

Schlagwort: Glaube

Prezi-Präsentation für alle: Ernest Hemingway und die Religion

Ernest Hemingway und die Religion. Ein Vortrag als Prezi-Präsentation. Über die Jahre sind so zwei Dutzend Präsentationen in meinem Archiv zusammengekommen. Zu allen möglichen Themen rund um Leben und Werk des Ernest Hemingway.

Mal locker und heiter, dann literarisch und tiefer gehend. Von der „Schriftstellerischen Entwicklung des Ernest Hemingway“ über „Die Wohnorte des Ernest Hemingway“ bis hin zu „Ernest Hemingway und die impressionistischen Maler“. Für jedes Thema und jede Gelegenheit ergibt sich ein passender Vortrag. 

In Buchhandlungen, auf Symposien, in Akademien und Bibliotheken – meine Präsentationen zu Ernest Hemingway sind verständlich und kurzweilig angelegt. Keine akademischen Exkursionen, sondern spannende Einblicke nahe am Werk und am Leben des Nobelpreisträgers.

Von halbstündigen Vorträgen bis hin zu zweitägigen Seminaren – jede Form ist darstellbar und in der Praxis erprobt. Für jeden Anlass werden die Präsentationen massgeschneidert. 

Wenn Sie Interesse an einem Vortrag haben, dann setzen Sie sich bitte mit mir in Verbindung. 

wolfgang@stockpress.de

Vorträge sind möglich auf Deutsch, in Englisch und auf Spanisch.

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Ist Ernest Hemingway ein katholischer Autor?

Ernest Hemingway, zwei Jahre vor seinem Tod, in La Cónsula bei Málaga. Spanien, im Juli 1959. Credit Line: Ernest Hemingway Collection. John F. Kennedy Presidential Library and Museum, Boston.

Er ist kein gläubiger Mensch, dieses Friede, Freude, Eierkuchen gehört nicht in die Welt dieses kernigen Mannes. Sein Verhältnis zur offiziellen Religion bleibt zwiegespalten. Religion ist Aberglaube, tönt er groß und relativiert dann, und ich glaube an Aberglaube. Häufig macht er sich über den herkömmlichen Gottesglauben lustig. Doch vieles, was Ernest Hemingway schätzt, überschüttet er gerne mit Spott und Hohn.

Ernest Hemingway, er hat es oft genug gesagt, glaubt nicht an Gott. Er hat Freunde in der Priesterschaft, doch für einen tiefen Gottesglaube fehlt ihm die Demut. Allerdings fällt auf, für einen Atheisten redet dieser Mann verdammt oft über Gott. Und für einen Ungläubigen kann der Amerikaner erstaunlich viel mit dem Glauben und seinen Ritualen anfangen.

Auch wenn er eine andere Begrifflichkeit verwendet, katholische Riten und Kategorien wie Sünde, Buße, Selbstkasteiung, Vergebung, Sakrament oder Pilgertum bleiben ihm nicht fremd, besonders in Andalusien. Die Rituale der Religion dienen als Anker für die Seele in Not. Auch er sucht in der Bedrängnis den Zuspruch, auf seine Weise.

Manche seiner Texte lesen sich wie Gebete, die Inhalte erinnern bisweilen an eine Beichte. So verwundert es nicht, dass Ernest Hemingway mit der Novelle über einen alten Mann und den Fisch eine Erzählung von alttestamentarischer Vehemenz verfasst hat. Der alte Mann und das Meer, mit Dutzenden von Anspielungen an religiöse Topoi, kann auch gelesen werden als eine biblische Parabel. Die stilistischen Ähnlichkeiten zwischen dem Alten Testament und Hemingways Werk sind erstaunlich.

Er war ein alter Mann, der allein in einem kleinen Boot im Golfstrom fischte, und er war jetzt vierundachtzig Tage hintereinander hinausgefahren, ohne einen Fisch zu fangen. Das ist der Anfang von Der alte Mann und das Meer. „Als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, bekam er Hunger. Da trat der Versucher an ihn heran und sagte: Wenn du Gottes Sohn bist, so befiehl, dass aus diesen Steinen Brot wird“, heißt es in Matthäus 4,2 Die Versuchung Jesu. Und bei Hiob 1,1 Ijobs Rechtlichkeit steht: „Im Lande Uz lebte ein Mann mit Namen Ijob. Dieser Mann war untadelig und rechtschaffen; er fürchtete Gott und mied das Böse.“

Es ist nicht nur der Stil, der überrascht, sondern auch die Hauptfigur. Kann es sein, dass Ernest Hemingway im Fischer Santiago eine Menschwerdung Jesus Christus andeuten will? Dieser einfache Fischer mit seinen zerschundenen Händen, der am Ende der Erzählung den Mast seines Bootes, wie Christus das Kreuz, über der Schulter mühevoll hinauf in sein Dorf zieht.

Manchmal setzt Hemingway seine Wörter – fast ist man geneigt zu sagen, seine Worte – wie

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