Im kleinen Hafen von Cabo Blanco wird am späten Nachmittag der Marlin mit einer Stahlwinde hochgezogen und jetzt baumelt der riesige tote Fisch vom Kran. Das Maul ist mit einer Kordel zugebunden und Knopfaugen sind geweitet. Das Auge des Fisches blickte so starr wie die Spiegel in einem Periskop oder wie ein Heiliger in einer Prozession.
Stolz hüpfen die beiden Männer in das Photo. Ernest Hemingway, platziert sich links vom Marlin und packt den toten Fisch bei den Kiemen.Und Elicio Argüelles stellt sich rechts neben den kapitalen Fang, die linke Hand ruht auf der Schwimmflosse. Die umstehenden Frauen und Männer schauen mit Bewunderung dem Spektakel zu.
Ein solches Macho-Siegerphoto besitzt Tradition in Cabo Blanco. An der Stahlwinde im Hafen wird der tote Fisch an der Schwanzflosse hochgehievt, er wird gewogen und baumelt dann mit seinem Schwert nach unten. An seine Seite stellt sich dann der Fänger, auf den wulstigen Körper des toten Fisches wird dann der Chronistenpflicht genügt. Das Gewicht wird in weißer Farbe aufgepinselt, dann das Datum, Cabo Blanco. Photo.
Ein großartiger Schnappschuss, der berühmte Ernest Hemingway und sein Freund Elicio Argüelles mit dem baumelnden schwarzen Marlin. Ihr Fang, ihre Trophäe, ihr Sieg – ein Photo für die Welt. Und doch steht Ernest Hemingway neben dem gigantischen Marlin ein wenig
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Auf einer Buchmesse im Oktober, es muss so Ende der 1980er Jahre gewesen sein, zieht mich der Foreign Rights Manager von McGraw-Hill am Ende der Verhandlung zur Seite. Ich habe damals als Verlagsleiter beim ECON Verlag in Düsseldorf gearbeitet und bin in Frankfurt auf Ausschau nach interessanten Neuerscheinungen aus den USA.
