Mir fällt ein merkwürdiges Photo mit Ernest Hemingway in die Hände. Vorne Photo, hinten ein Brief. Denn auf der Rückseite des Photos ist ein langer Gruß geschrieben. Was hat es damit auf sich?
Das Photo muss in Havanna so um das Jahr 1954 aufgenommen sein, bei Hemingway sieht man noch die kurzen Haare, die auf die medizinische Behandlung seiner Verletzung durch die beiden Flugzeugabstürzen in Afrika zurückzuführen sind. Das Photo zeigt Ernest Hemingway seitlich von hinten, bei einem Umtrunk, er hält einen Drink in der rechten Hand, wahrscheinlich ein Daiquirí. Mitten im Photo steht ein kleingewachsener Mann, jener, der auch den Brief auf der Rückseite des Photos geschrieben hat. Sein Name: Jaime Bofill.
Wer ist dieser Bofill? Jaime Bofill, ein Rechtsanwalt, wird auf Kuba zu einem engen Freund von Hemingway über viele Jahre. Bofill betreibt in Havanna einen Aktienhandel, er und der Amerikaner gehen oft zusammen Fischen.
Bofill schreibt per Hand an einen alten Freund nach Lima, an Juan Aguilar Derpich. Aguilar Derpich, ein Journalist und Politiker aus Callao, dem staubigen Hafendistrikt der peruanischen Hauptstadt, ist ein Mann, der den Ideen der
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Auf einer Buchmesse im Oktober, es muss so Ende der 1980er Jahre gewesen sein, zieht mich der Foreign Rights Manager von McGraw-Hill am Ende der Verhandlung zur Seite. Ich habe damals als Verlagsleiter beim ECON Verlag in Düsseldorf gearbeitet und bin in Frankfurt auf Ausschau nach interessanten Neuerscheinungen aus den USA.