Das Portal zu Leben und Werk von Ernest Hemingway

Schlagwort: Ernest Hemingway Seite 54 von 57

Ernest Hemingway im „Cabo Blanco Fishing Club“

Cabo Blanco ist, neben Mancora, Punta Sal und Colán, eines der kleinen Seebäder an der Nordküste Perus, heute besonders beliebt bei Wellensurfern. Hier am Pazifik weht der Wind heftig und das Meer spielt den wilden Burschen. An Kilometer 1.137 der Panamericana liegt Cabo Blanco, das in den 50er Jahren der angesagte Treffpunkt der internationalen Sportfischer war.

Und irgendwie scheint die Uhr in Cabo Blanco still zu stehen. Das Dorf geht unaufgeregt seinem Alltag nach, und viel zu tun, gibt es hier nicht. Touristen verirren sich nur selten hierher, hier bleiben die Einheimischen unter sich. Jeder kennt jeden. Und dennoch weiß hier jeder – vom Halbwüchsigen bis zum Greis zweierlei: Dass es in Cabo Blanco Tage gab, wo man hier vor der Küste den besten und größten Fisch auf diesem Planeten fangen konnte. Und zweitens, dass der größte und beste Schriftsteller aller Zeiten fünf Wochen seines Lebens voller Glück in Cabo Blanco verbracht hat.

Und Ernest Hemigway hat seine Tage im Cabo Blanco Fishing Club genossen. Nach seiner Rückkehr nach Kuba widmet er in einem Interview mit der Zeitschrift Look seinem Gastland Peru eine lyrische Liebeserklärung. Wir haben 32 Tage gefischt, von der ersten Stunde des Morgens bis zur Dämmerung, bis es schwierig wurde, zu filmen. Das Meer schien wie ein riesiger Berg mit Schnee auf dem Gipfel. Wir konnten vom Kamm der Welle hinüber schauen aufs Land, dort wo der sandige Wind die Hügel an der Küste umschlang.

Nirgends auf der ganzen Welt gab es so etwas wie Cabo Blanco. Und der Cabo Blanco Fishing Club war unerreicht. Dieser Ort war einer der großartigen Ereignisse des Jahrhunderts“, meint Alfred C. Glassell, als man ihn 90-Jährig vor einiger Zeit interviewte. „Es gab vorher nicht Vergleichbares, und es wird auch nie mehr etwas Vergleichbares geben.“ Und sein Urteil war klar: „Of all the places I fished in the world, it was the best.“ Cabo Blanco war der beste Platz auf der Welt, denn man musste nicht weit hinaus fahren, um an die großen Fische zu kommen.

Der Black Marlin Boulevard im Norden Perus ist Geschichte. Eine großartige Episode im Leben einiger großartiger Menschen. So wie der alte Mann Santiago den Fisch fängt, ihn dann doch wieder verliert, so scheint auch dieses kleine Fischerdorf Cabo Blanco nach großen Tagen wieder zu dem zurückgekehrt zu sein, was es vor seiner Blütezeit mit dem Fishing Club einmal war. Ein kleines, staubiges Nest mit ein paar bunten Bretterbuden am Rande der Welt.

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Ernest Hemingways Arzt auf Kuba

JoseLuisHerrera

Armando Herrera Sotolongo auf Finca Vigía. Zusammen mit seinen beiden Brüdern, José Luis und Roberto, gehört er zum inneren Freundeskreis des Ernest Hemingway.

Ernest Hemingway ist ein Mann, der das Leben zu genießen weiß. Er feiert gerne, isst anständig und trinkt viel. Der Schriftsteller bewegt sich allerdings zu wenig, Sport bleibt in seinem Wortschatz ein Fremdwort. Man kann all dies nicht gerade als einen gesunden Lebenswandel bezeichnen, das sonnige Leben auf Kuba fördert den Müßiggang zudem auf seine Weise.

Doktor José Luis Herrera Sotolongo ist Ernest Hemingways Hausarzt auf Kuba. José Luis Herrera kümmert sich von 1940 bis zu dem Zeitpunkt als die Hemingways die Insel verlassen zwei Jahrzehnte um die Gesundheit des Schriftstellers. Dr. Herrera kommt meist mittwochs auf die Finca Vigía und schaut nach Hemingways Befinden. Der hohe Blutdruck, das Übergewicht, sein Lebenswandel. Und überhaupt.

Ernest Hemingway wiegt mit über 100 Kilo zu viel für seine Größe und wenn er nicht auf Diät gesetzt ist, nimmt sein Bauchumfang schnell mehr und mehr zu. An der Wand im Bad notiert der bärtige Schriftsteller jeden Morgen sein aktuelles Gewicht. Da Ernest ein wenig eitel ist, sorgt er jedoch dafür, dass sein Gewicht nicht ganz nach oben schießt.

Doch beim Saufen kennt Ernest Hemingway keine Kompromisse. Das exzessive Trinken machen dem Arzt am meisten Sorge. „Wenn Du weiterhin so viel trinkst, wirst Du nicht einmal Deinen Namen mehr schreiben können“, redet Dr. Herrera dem Autor ins Gewissen. Aber der Nobelpreisträger will davon nichts hören.

Neben dem Arzt wacht auch Ehefrau Mary über die Gesundheit des Schriftstellers. Er möge doch weniger trinken, Zucker sei tabu und vor allem solle er doch regelmäßig seine Runden im Swimmingpool drehen. Mary führt ein strenges Regiment, doch ihr Ehemann stellt die Ohren auf Durchzug. Auch auf seinen Arzt hört Ernest Hemingway nicht gerade.

Der Schriftsteller und José Luis haben sich 1937 im Spanischen Bürgerkrieg kennen gelernt, wo Dr. Herrera Sotolongo einer der Leiter des medizinischen Corps der XII. Internationalen Brigade unter dem ungarischen General Lukacz gewesen ist. Freundschaften, die man im Krieg schließt, so meint Ernest, sind die tiefsten Freundschaften.

José Luis jüngerer Bruder Roberto Herrera gehört als Mayordomus ebenfalls zum engsten Kreis weniger Vertrauter. Wie auch der dritte Bruder mit Namen Armando. Das Trio geht

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Ernest Hemingways Monstermann

Mary Welsh, N.N., Roberto Herrera Sotolongo

Mary Welsh, N.N., Roberto Herrera Sotolongo. Foto: Archiv Dr. Stock.

Roberto Herrera Sotolongo ist der Mensch, Gregorio Fuentes vielleicht ausgenommen, der Ernest und Mary Welsh auf Kuba am nähesten steht. Seit Anfang der 40er Jahre arbeitet Roberto Herrera für das amerikanische Ehepaar, zunächst als Ernests Privatsekretär, schließlich auch als Verwalter der Finca Vigía.

Im Grunde genommen aber ist Roberto Herrera Sotolongo Mädchen für alles, insbesondere, wenn es darum geht, den Kontakt zu kubanischen Autoritäten zu halten. So absolviert Roberto die Behördengänge, erledigt den Papierkram, kümmert sich um Ernests Korrespondenz, besorgt Bescheinigungen und erstellt Hemingways Steuererklärung. Roberto wirkt als Papas verlängerter Arm auf Kuba.

Ernest Hemingway nennt seinen Freund Don Monstruo, was nun ziemlich ironisch gemeint ist, denn der dürre Mann mit den großen Ohren ist alles andere als monstruös. Merry Christmas, Don Monstruo, schreibt der Schriftsteller ihm zu Weihnachten. Frohe Weihnacht, mein Monstermann. Der berühmte Autor unterschreibt einfach mit Mister Papa. Und vergisst auch einen kleinen Scheck der First Boston nicht.

Roberto kommt aus Spanien, nach der Niederlage der Republikaner im Spanischen Bürgerkrieg hat es ihn nach Kuba verschlagen. Wegen des Spanischen Bürgerkrieges hat Roberto Herrera Sotolongo sein Medizinstudium abbrechen müssen. Später, im Kuba des Fidel Castro, wird er das Studium fortsetzen und 1966 die Approbation erhalten und bis zu seinem Tod 1970 als Arzt im Calixto García Hospital von Havanna praktizieren. Der kleine, schlanke Mann mit der Glatze ist jedenfalls einer der wenigen Menschen, denen die Hemingways ohne zu Zögern vertrauen.

Roberto Herrera ist zudem

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Bomben über Barcelona

CNT Catalunya

Die Anarchisten des C.N.T. mobilisieren während des Bürgerkrieges in Barcelona. Und Ernest Hemingway wird Beobachter.

Im Jahr 1937 weilt Ernest Hemingway in Barcelona. Es ist das Barcelona des Bürgerkrieges, eines grausamen Bruderkrieges zwischen 1936 bis 1939, in dem Spanier gegen Spanier kämpfen. Wo Liberale, Sozialisten, Kommunisten und die Anarchisten des C.N.T. die Republik verteidigen gegen die Putschisten des kleinen Generalissimo Francisco Franco.

Dieser General Franco, der das Militär, den Klerus und die Latifundisten Andalusiens hinter sich weiß, steht für das dunkle Spanien. Für eine bigotte Diktatur des Großgrundbesitzes und des konservativen Bürgertums.

Auf der Seite der republiktreuen Anhänger findet sich ein ziemlicher Wirrwarr an Ideologien, von bürgerlichen Regionalisten über skrupellose Stalinisten bis hin zu verträumten Schlaraffenland-Romantikern. Ein Chaos an Denkweisen und Interessen, das sich nur schwer zusammen halten lässt.

Es ist, die Jahre werden es zeigen, ein ungleicher Kampf. Hier die zerstrittenen Republikaner, dort die gedrillten Putschisten. General Franco wird zudem von Nazi-Deutschland mit schweren Waffen unterstützt, die andere Seite hat nicht viel mehr als die Schwärmerei der Internationalen Brigaden entgegen zu setzen.

Der Journalist und Autor Ernest Hemingway kommt Ende 1937 bis Anfang 1938 als Korrespondent für die North American Newspaper Alliance (NANA) nach Spanien, um den Krieg zu beobachten und wohl auch, um

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Das Leben, die Liebe und der Tod

Marlene Carol Liebe

Ernest Hemingway und die Schauspielerin Martine Carol ballern auf Finca Vigía herum, Kuba 1956

Man muss lange suchen, um einen Schriftsteller zu finden, der so tief ins Leben gesprungen ist wie Ernest Hemingway. Alles übermässig und alles ungebremst. Ohne Rücksicht auf Verluste. Bei sich und anderen. An Körper und Seele.

Das Leben, die Liebe und das Sterben. Geburt und Tod. Dazwischen die Leidenschaft. Damit ist der Bogen des Lebens gezogen. Und auch der Bogen von Hemingways Leben. Und alles – das ist die Tragik des Menschen – scheint miteinander verwoben. Leben und Liebe, Leben und Tod, Liebe und Tod.

Der Tod gehört zum Leben. Und er gehört ins Leben. In einfachen Sätzen beschreibt Ernest Hemingway diese Tragik des menschlichen Daseins. Und das Motiv von Leben und Tod zieht sich in Abwandlungen durch das ganze Werk Hemingways fort.

Er trage seinen Tod auf der Schulter, hat José Luis Castillo-Puche, ein spanischer Kollege und Freund, in Madrid 1954 zu Ernest Hemingway gesagt. Dieses spanische Sprichwort trifft es besser als alles andere. Una vida con la muerte al hombro.

Warum habe ich so viele Tiere getötet, fragt

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Ernest Hemingway? Ernesto!

FiestaErnesto

Zaragoza, Oktober 1956. Von Ernesto Hemingway.

Ernest Hemingway hat Tausende von Büchern und Photos signiert. Und wenn er sich dabei in besonderer Laune befindet, oder gar in tropischen Breiten weilt, oder in Spanien, dann rutscht dem Ernest als Signatur oft ein Ernesto aus der Feder.

Sicher, dieser Ernest Miller Hemingway aus Oak Park bei Chicago ist ein US-Amerikaner, ein Gringo, aber irgendwie scheint er durch zu sein mit seiner Heimat. Auf Kuba hingegen, auf Finca Vigía, findet er sein Refugium.

Ernest Hemingway mag die Kubaner und die Kubaner mögen Ernest Hemingway. Auf der Insel, in Havanna, in San Francisco de Paula oder in Cojímar ist der Autor bekannt wie ein bunter Hund.

Wo immer Ernest auftaucht, er wird rasch von einer Menschentraube umringt und man hört die Menschen laut und heiter Papa, Papa rufen. Oder sie sagen zu ihm Mister Papa. Manchmal nennen sie ihn auch kubanisch verballhornt Mister Heminguey.

Egal wie man ihn nennt oder ruft, es endet in Liebe. Hemingway kann gut mit den einfachen Menschen, die entspannt und unbeschwert im hier und heute leben und nicht wie die Eierköpfe aus seinem Land alles hinterfragen und überdenken. Das Unverkrampfte und die Genügsamkeit des Alltags auf Kuba ziehen ihn an, denn es ist ihm ein Graus, viel nachzudenken, weil es am Leben hindert.

Ernest Hemingway mag die Kubaner und genauso mag der die karibische Lebensart. Auf Finca Vigía wird der bärtige Schriftsteller zu dem Menschen, der er immer sein wollte. Der Familienvater, der Frauenheld, der Freund des Meeres, der Lebemann, jedenfalls einer, der das Leben in vollen Zügen genießt.

Auf Kuba stolziert Ernest Hemingway nicht als gefeierter Autor durch den Tag, auch nicht als Nobelpreis auf zwei Beinen, sondern als einfacher Mensch. Auf Finca Vigía ist er der Mann, der sich mehr oder weniger als ein Kubaner fühlt, und den die Einheimischen wohl auch deshalb Don Ernesto nennen. Und dieses Ernesto, Hemingway weiß um die Kraft der Sprache, festigt sich über die Jahre mehr und mehr zum Glaubensbekenntnis. Beidseitig.

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Ernest Hemingway und Cojímars Fischer

HemDenkmalCojimarBlog

Das Hemingway-Rondell am Hafen von Cojímar. Kuba, im April 1983. Photo by W. Stock

Der Taxifahrer fährt uns die fünfzehn Kilometer aus Havanna heraus, Richtung Osten, wo das Fischerdorf Cojímar liegt. Ein saphirblauer Himmel, das türkishelle Meer und das strahlende Grün der Palmen heißen den Besucher willkommen. Es ist tropisch schwül hier an der karibischen See, und na ja, die Menschen halten ziemlich lange Siesta.

Vor der menschenleeren Hafenpromenade fällt ein sechspfähliges Rondell aus hellem Stein mit einer lebensgroßen Büste ins Auge. Hier sonnt sich Ernest Hemingway. Auf Betreiben des Schriftstellers Fernando Campoamor und mit Hilfe der Fischerkooperative von Cojímar wurde diese Büste, ein Werk des Bildhauers Boada, 1962 aufgestellt, lautet die Inschrift unter dem glänzenden Bronzestein. Ernest Hemingway, steht da, 1898 – 1961.

Hoppla, 1898 als Geburtsdatum, da lassen Cojímars Fischer ihren Don Ernesto allerdings ein Jahr zu früh auf die Welt kommen als in Wirklichkeit. Ein Jahr mehr. Es hätte diesen lebensfrohen Menschen erfreut. Des Dichters Blick zur unendlichen See ist durch die Erosion mit Meersalz leicht getrübt.

In der Nachbarschaft zum Rondell findet sich ein winziger Park. Ernest-Hemingway-Park, weist eine liebevoll angebrachte Widmung aus. Dem unsterblichen Autor von „Der alte Mann und das Meer“, eingeweiht am 21. Juli 1962, seinem 63. Geburtstag. In dankbarem Andenken. Die Bevölkerung von Cojímar.

An jener berühmtesten Erzählung Hemingways, dieser einfachen und ehrlichen Liebeserklärung an den Fischer und das Meer, ist nun wirklich alles kubanisch. Merkwürdigerweise nur

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Dino Jarach, Hemingways venetianisches Auge

Ernest Hemingway auf Torcello, Dezember 1948; (c) Dino Jarach

Ernest Hemingway auf Torcello, Dezember 1948; Photo by Dino Jarach

Ernest Hemingway mag diesen Italiener aus Mailand, Dino Jarach, der ihn damals im Winter 1948 in Cortina d’Ampezzo und in Venedig begleitet hat. Ernest ist verrückt nach Italien, es ist das Land seiner Träume, und er ist diesem Photographen dankbar. Warum? Weil Dino Jarachs Photos zeigen, wie er eins wird mit diesem prächtigen Land.

Am besten gefallen Hemingway die wunderbaren Photos von der Entenjagd auf Torcello. Die Photos von Dino Jarach, der sich eigentlich als Modephotograph einen Namen gemacht hat, sind so strahlend, so klar und so eingängig, dass Hemingway sie betrachtet, als seien sie sorgsam skizzierte Gemälde.

Ernest Hemingway erkennt hinter all den erstklassigen Photos von Jarach und den anderen die hohe Kunst und den Künstler. Und wie man zu schreiben hat, lernt er nicht nur von guter Literatur, sondern auch von guter Malerei und guter Photokunst.

Dino Jarach stammt aus Venedig – gibt es eine bessere Stadt um auf die Welt zu gelangen? – und ist vom Jahrgang 1914. Zwei Leidenschaften treiben den Venezianer an. Das Bergsteigen und die Photographie. Er beginnt als Journalist bei der Agentur ANSA, später gründet er seine eigene Agentur, die Interfoto. Als der Krieg ausbricht, verlässt er Venedig, schließt sich den Partisanen an und kämpft im Trentino und in Südtirol.

Nach dem Krieg werden die Filmfestspiele in Venedig und der Lido zu seinem Revier. Er entdeckt die Welt der Stars und Sternchen. Und er wird zum Photographen des Glamours: Elsa Martinelli, der Schah und Farah Dhiba, Sophia Loren, Monica Vitti, Giulietta Masina oder die Balletteuse Carla Fracci – sie alle werden fabelhaft von Dino Jarach abgelichtet.

Und dann kommt dieser Ernest Hemingway. Der große Hemingway bereist

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Tomats?

els Tomats

Tomats? Saftige Tomaten auf dem Gemüsemarkt? Mag sein, jedenfalls in Schweden und Dänemark.

Und was sonst? Ein Code für Kenner. Freunde des bärtigen Autors und andere Hemingwayaner wissen, was gemeint ist. The Old Man and the Sea.

Sein Meisterwerk. Tomats.

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Hemingway: Die Enkel-Generation

Margaux Hemingway auf Vogue

Margaux Hemingway auf Vogue

Die Söhne tragen ihr Päckchen auf der Schulter, aber selbst den Enkeln ergeht es nicht viel besser. Auch auf der dritten Generation von Ernest Hemingway liegt der Fluch. Jacks Töchter Margot Louise, die alle Margaux nennen, und Mariel leiden ebenfalls unter dem Ruhm ihres Großvaters.

Die schöne Margaux bleibt zeitlebens immer nur die Enkelin des großen Ernest Hemingway. Sie macht sich einen Namen als gefeiertes Photomodel, Vogue, Cosmopolitan oder Playboy, die großen Adressen rauf und runter.

Wenn sie sich allerdings als Schauspielerin einen kleinen Patzer leistet, als Modell nicht das Idealmaß mitbringt, sich im Fernsehen verhaspelt, so wird all dies nachsichtig belächelt. Sie ist halt die Enkelin vom Alten, guter Name, Schwamm drüber.

Auch Margaux mag irgendwie keine eigene Persönlichkeit entwickeln. Kein Mann, keine Kinder, keine richtigen Freunde. Margaux torkelt hin und her zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Und es kommt, wie es kommen musste. Alkohol, Drogen, Depression. Ketchum Cemetery, Friedhof von Ketchum. Wie der Großvater. Und wie der Vater.

Und da gibt es noch Mariel. Ja, die kleine, hübsche, blonde Mariel. Sie wird im selben Jahr geboren, als ihr Großvater seinem Leben ein Ende setzt. Und Mariel kommt auch dort zur Welt, wo sich Ernest Hemingway das Leben nimmt. Mariel Hemingway, die Tochter von Jack und Enkelin von Ernest, wird am 22.November 1961 in Ketchum geboren. Ob das verbindet?

Mariel Hemingway hat eine Laufbahn als

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